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STRG + größere Schrift | Darstellung optimiert für Firefox - Ausgabe Nr. 249 vom 07.09.2010 | STRG - kleinere Schrift

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Inhalt
Intro | Vorwort | Anreise | Oslo - Bergen | Überfahrt | Asgard | Myvatn | Wasserfälle | Askja | Sprengisandur | Geysir
Pingvellir | Thors Reich | Kap Dyrholaey | Landmannalaugar | Eldgja - der Weg zur Unterwelt
Eisbergseen - Höfn und Egilstatdir | Rückreise | Infos und Links



Island 2006 (c) armini foto und medien
Dieser grandiose Regenbogen war selbstverständlich von uns voher bei Thor, dem germanischen Wettergott, bestellt worden.


Island 2006 (c) armini foto und medien
Dass man sich an Wasser nicht sattsehen kann, hätten wir vor der Reise nicht geglaubt - Regen natürlich ausgenommen.


Island 2006 (c) armini foto und medien



Wasserfälle

Am Morgen des nächsten Tages regnet es immer noch leicht und ein kalter Wind pfeift uns ungemütlich um die Ohren. Wir brechen unser Zeltlager am Myvatn ab, werfen auf dem Parkplatz auf halber Höhe des Namafjalls noch einen Film lang einen Blick zurück in das Tal mit seinen dampfenden Schwefelquellen und setzen unsere Reise zu den Wasserfällen "Dettifoss" und "Selfoss" fort.

Zum Glück sind wir nicht mit einem Wohnmobil unterwegs, sondern mit einem besonders guten geländegängigen Fahrzeug, denn vor dem sagenhaften Anblick der kommenden imposanten Naturschauspiele haben die Götter dieses Landes erneut kilometerlange holprige und harte Waschbrettpiste gelegt. Aber kaum am Dettifoss angekommen, sind uns Fotografen die Wettergötter wieder wohl gesonnen. Die Sonne bricht durch die dichte Wolkendecke und zaubert innerhalb kürzester Zeit einen 1A-Regenbogen über die Schlucht des Wasserfalls - wie exklusiv für uns bestellt. In kürzester Zeit läuft eine stattliche Anzahl Filme durch die Kameras. Später wandern wir etwas weiter flussaufwärts zum Selfoss. Für unseren Geschmack ist dieser Wasserfall nicht so fotogen, da bei unserer Ankunft mittlerweile auch die Sonne bereits wieder hinter Wolken verschwunden ist. Man kann nicht alles haben. Zurück am Parkplatz treffen wir auf Reisende aus unserer Heimatregion. Die Welt ist einmal wieder klein. Nach einem unterhaltsamen Plausch auf dem Rastplatz, einem wohltuenden heißen Tee und isländischem Kuchen (aus dem Supermarkt) fahren wir an diesem Nachmittag weiter Richtung Norden nach Husavik, einem beliebten Küstenort für Bootsausflüge zur Walbeobachtung am Rande des nördlichen Polarkreises.

Die Straße nach Husavik schlängelt sich bis zur Küste zuerst durch eine weite Ebene, bevor sie ab der Gegend um Tjörnes am Rande einer atemberaubenden Steilküste bis nach Husavik führt. Zur Abwechslung zum Zeltlager wollen wir dort in einer überdachten Unterkunft nächtigen - schöner Plan, doch leider ist unsere Suche nach einer freien Unterkunft aussichtslos. Aufgrund des Feiertags ist rund um den Ort alles ausgebucht und was noch frei ist, wird zu Höchstpreisen angeboten. Nach einem kurzen Rundgang durch das Ortszentrum und einem Besuch des isländischen Outdoor-Ausstatters "66° North" (66north.com), wo wir uns mit superwarmen winddichten Pullovern von Icewear einkleiden (www.icewear.is), kehren wir am frühen Abend dem Ort den Rücken und fahren wieder Richtung Süden nach Fosshöll und zum nächsten Wasserfall, "Godafoss" - der "goldene" Wasserfall. Angesichts der unsicheren Wetterlage sind wir jedoch nicht besonders begeistert, erneut im Zelt zu schlafen, doch an diesem Abend sollten wir noch Glück haben. Wie wir schnell herausfinden, befindet sich in Nähe des Campingplatzes an der Kreuzung zum Godafoss auch ein Hotel und eine nette Schlafsackunterkunft. Aufgrund des ungemütlichen Wetters tut eine trockene und warme Unterkunft zwischendurch gut. Wir sind angenehm überrascht über das gemütliche Zimmer in dem leuchtend zitronengelben Häuschen und auch über den durchaus akzeptablen "isländischen" Preis (2 Personen/2 Nächte kosten hier ca. 100 EURO). Abends kochen wir draußen direkt vor der Haustür und genießen den Abend im Garten. Zu späterer Stunde - es ist ja noch immer lange Zeit taghell - unternehmen wir zum Abschluss des langen Tages einen kleinen Spaziergang hinüber zum Godafoss, der nur einen Steinwurf von unserer Unterkunft entfernt ist. Das Fotografieren wollen wir am nächsten Tag realisieren und hoffen auf sonniges Wetter.

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