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 Dieser grandiose Regenbogen war selbstverständlich von uns voher bei Thor, dem germanischen Wettergott, bestellt worden.
 Dass man sich an Wasser nicht sattsehen kann, hätten wir vor der Reise nicht geglaubt - Regen natürlich ausgenommen.

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WasserfälleAm
Morgen des nächsten Tages regnet es immer noch leicht und ein
kalter Wind pfeift uns ungemütlich um die Ohren. Wir brechen
unser Zeltlager am Myvatn ab, werfen auf dem Parkplatz auf halber
Höhe des Namafjalls noch einen Film lang einen Blick zurück
in das Tal mit seinen dampfenden Schwefelquellen und setzen unsere
Reise zu den Wasserfällen "Dettifoss" und "Selfoss"
fort.
Zum Glück sind wir nicht mit einem Wohnmobil
unterwegs, sondern mit einem besonders guten geländegängigen
Fahrzeug, denn vor dem sagenhaften Anblick der kommenden imposanten
Naturschauspiele haben die Götter dieses Landes erneut
kilometerlange holprige und harte Waschbrettpiste gelegt. Aber kaum am
Dettifoss angekommen, sind uns Fotografen die Wettergötter
wieder wohl gesonnen. Die Sonne bricht durch die dichte Wolkendecke
und zaubert innerhalb kürzester Zeit einen 1A-Regenbogen über
die Schlucht des Wasserfalls - wie exklusiv für uns bestellt. In
kürzester Zeit läuft eine stattliche Anzahl Filme durch die
Kameras. Später wandern wir etwas weiter flussaufwärts zum
Selfoss. Für unseren Geschmack ist dieser Wasserfall nicht so
fotogen, da bei unserer Ankunft mittlerweile auch die Sonne bereits
wieder hinter Wolken verschwunden ist. Man kann nicht alles haben.
Zurück am Parkplatz treffen wir auf Reisende aus unserer
Heimatregion. Die Welt ist einmal wieder klein. Nach einem
unterhaltsamen Plausch auf dem Rastplatz, einem wohltuenden heißen
Tee und isländischem Kuchen (aus dem Supermarkt) fahren wir an
diesem Nachmittag weiter Richtung Norden nach Husavik, einem
beliebten Küstenort für Bootsausflüge zur
Walbeobachtung am Rande des nördlichen Polarkreises.
Die
Straße nach Husavik schlängelt sich bis zur Küste
zuerst durch eine weite Ebene, bevor sie ab der Gegend um Tjörnes
am Rande einer atemberaubenden Steilküste bis nach Husavik
führt. Zur Abwechslung zum Zeltlager wollen wir dort in einer
überdachten Unterkunft nächtigen - schöner Plan, doch
leider ist unsere Suche nach einer freien Unterkunft aussichtslos.
Aufgrund des Feiertags ist rund um den Ort alles ausgebucht und was
noch frei ist, wird zu Höchstpreisen angeboten. Nach einem
kurzen Rundgang durch das Ortszentrum und einem Besuch des
isländischen Outdoor-Ausstatters "66° North"
(66north.com), wo wir uns mit superwarmen winddichten Pullovern von
Icewear einkleiden (www.icewear.is), kehren wir am frühen Abend
dem Ort den Rücken und fahren wieder Richtung Süden nach
Fosshöll und zum nächsten Wasserfall, "Godafoss"
- der "goldene" Wasserfall. Angesichts der unsicheren
Wetterlage sind wir jedoch nicht besonders begeistert, erneut im Zelt
zu schlafen, doch an diesem Abend sollten wir noch Glück haben.
Wie wir schnell herausfinden, befindet sich in Nähe des
Campingplatzes an der Kreuzung zum Godafoss auch ein Hotel und eine nette Schlafsackunterkunft. Aufgrund des ungemütlichen
Wetters tut eine trockene und warme Unterkunft zwischendurch gut. Wir
sind angenehm überrascht über das gemütliche Zimmer in
dem leuchtend zitronengelben Häuschen und auch über den
durchaus akzeptablen "isländischen" Preis (2
Personen/2 Nächte kosten hier ca. 100 EURO). Abends kochen wir
draußen direkt vor der Haustür und genießen den
Abend im Garten. Zu späterer Stunde - es ist ja noch immer lange
Zeit taghell - unternehmen wir zum Abschluss des langen Tages einen
kleinen Spaziergang hinüber zum Godafoss, der nur einen
Steinwurf von unserer Unterkunft entfernt ist. Das Fotografieren
wollen wir am nächsten Tag realisieren und hoffen auf sonniges
Wetter.
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